Montag, 17. September 2007

Australian bush...

...in the middle of nowhere-mein erstes richtiges bushcamping in Australien! Wir verließen Melbourne kurz nach meiner Ankunft vom Klassencamp und machten uns auf gen Norden. Mit von der Partie waren Carron und Jim, zwei Volleyballer mit denen ich schon öfter zusammen gespielt habe, Emma und Steven, ein Päärchen vom Volleyball mit denen ich noch nicht so viel zu tun hatte und natürlich Chico. Von dem "Camp" wusste ich nur, dass es in Nord-Victoria liegt, man dort reiten kann und wir dort zelten wuerden. Es entsprach dann aber nicht im geringsten meinen Erwartungen, denn ich hatte mir einen "normalen" Campinglatz, wie man ihn halt kennt, vorgestellt. Was mich aber dann erwartete war Schotterboden, ein sehr kreativ gebautes Plumsklo und keine Spur von Elektrizität! Zuerst dachte ich nur, wo man denn hier zelten könne, es gab ja nicht mal eine Wiese!Wir begrüßten dann erstmal die anderen Camper, circa zehn Leute, darunter sogar 2 Deutsche, die alle zusammen um ein Lagerfeuer herumsaßen und Musik machten. Patch, der "Inhaber" des "Camps" zeigte mir dann die sagenhafte "Toilette", die aus einer Mülltonne bestand, in deren Deckel eine Klobrille eingebaut war. Erklimmen konnte man die Toilette dann über 2 Holzstufen, Toilettenpapier befand sich in einem selbstgebastelten Gestell aus Kaninchendraht.Die Hände konnte man sich außen mit Wasser aus einem kleinen Kanister waschen, welchen ihr auf dem oberen Foto sehen könnt. Alles sehr kreativ würde ich sagen. Als ich diese Toilette sah musste ich erstmal grinsen (ihr seht sie von AUßEN auf dem Foto)!Die sogenannte "Dusche" hätte ich, wenn sie mir keiner gezeigt hätte, mit Sicherheit niemals gefunden, weil man sie definitiv nicht als "normale" Dusche bezeichnen kann. Sie bestand aus 4 Wellblechwänden und staubigem Boden der sich in Matsch verwandelte, sobald man das Wasser anstellte, welches in einem Wassertank über der Dusche gespeichert wurde.Unbeheizt, versteht sich ;-)! Von dort aus konnte man dann während des duschens sogar den Sonnenuntergang sehen, wenn man über das Wellblech guckte, was echt genial war(auf dem Foto seht ihr Jim, nach der Inspektion der Dusche). Das horse-riding am nächsten Morgen war dann ein richtiger Volltreffer und hat total viel Spaß gemacht! Patch ordnete die Pferde nicht willkürlich den Reitern zu, sondern fand für jeden von uns ein charakterlich passendes Pferd, was echt beeindruckend war. Während des Reitens sahen wir dann ein paar Koalas , die in den Bäumen hingen und Kangoroos, die mit Riesensprüngen durch den Wald hüpften!!!Ich konnte es kaum fassen, dass diese Tiere hier wild lebten und war absolut hin und weg!Das beste beim Reiten war für mich dann eindeutig das Galoppieren. Ich bin vorher ja kaum geritten und schon garnicht großartig galoppiert, aber das war echt richtig klasse!Das Dumme war nur, dass mein Pferd "Max" anscheinend nicht genügend gefrühstückt hatte und ständig versuchte Gras zu fressen. So musste ich mein hungriges Pferd ständig vom fressen abhalten , denn dazu war nunmal nicht immer Zeit. Sehr lustig war auch Jim, der mit einer nagelneuen Campingausrüstung ausgestattet war, sich aber am ersten Morgen kaum noch bewegen konnte, weil sein Rücken so weh tat. Ist vielleicht auch kein Wunder wenn man auf einer 5mm dicken Isomatte schläft...Na ja, er war jedenfalls ziemlich verärgert und fuhr direkt los um eine richtige Luftmatrarze zu kaufen- in einem Second-hand-shop!Sehr gute Idee!Warum verkaufen Leute Luftmatrazen?Weil sie vielleicht ein Loch haben? Na ja, er fand dann eine neu aussehende Luftmatraze und fragte die Verkäuferin ob sie in Ordnung wäre und sie bejahte es natürlich. Wie sich am nächsten Morgen herausstellte war die Matratze dann aber doch nicht so in Ordnung und genauso platt wie seine Isomatte.Armer Rücken!Na ja, er konnte zum Glück drüber lachen. Hätte ich ihn nicht gehabt, hätte ich mein Zelt garnicht erst aufstellen können, bei mir fehlten nämlich die Heringe. Ganz toll, aber da er ein brandneues Zelt hatte, hatte er noch einige Heringe übrig. Mein Zelt, welches mir Lochlan netterweise geliehen hatte, sah dann so winzig aus, dass die anderen schon auslachten und ernsthaft bezweifelten, dass ich überhaupt hineinpassen würde.Es war dann aber echt klasse und richtig gemütlich. Die Athmosphere war insgesamt einfach ganz toll und wir hatten abends am Lagerfeuer so viel Spaß, auch ohne Fernseher und Strom. Es gab ein paar richtig gute Musiker und Sänger und am ersten Abend waren es sogar insgesamt acht Leute die Gitarren dabei hatten und spielten. Gekocht wurde natürlich auch über dem Feuer, denn einen Ofen oder eine Mikrowelle gab es ja nicht. So toasteten wir uns Brot über dem Feuer und aßen abends im Feuer gebackene Bananen gefüllt mit Schokolade....soo genialgut!!Jetzt reichts aber mit der Schwärmerei, machts gut ihr Lieben, lasst von euch hören und viele liebe Grüße an alle!!!
PS...noch ein paar Fotos auf http://picasaweb.google.com/eddasimon1/Bush ich hoffe es klappt!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

haha, also Dusche und Klo is ja mal der Hammer, hört sich nach nem echt schönen weekend an!!! Ja, meine Familie hat auch bald wieder vor auf ins Backcountry campen zu gehn, nur gibts hier die volle Ausstattung ;)...dafür bekommt man einen Zeltplatz der min 500m von dem nächsten entfernt is, denn hier is einfach alles riesig groß...jaja, lass es dir weiter so gut gehen, machs gut, LG sarah

Anonym hat gesagt…

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